Einen zweiten Hund in deine Familie aufzunehmen, kann echt bereichernd sein, aber es ist eine große Entscheidung! Einen Hund zu adoptieren, der gut zu deinem aktuellen vierbeinigen Freund passt, kann Freude, Trost und Ausgeglichenheit in das Leben deines Hundes bringen. Für manche Hunde bedeutet Glück jedoch, Zeit mit ihren Menschen zu verbringen, ohne dass ein anderer Hund dabei ist.
Hunde sind wie Menschen: Sie haben unterschiedliche Bedürfnisse nach sozialer Interaktion. Es ist wichtig, die Anzeichen eines einsamen Hundes zu erkennen. So kannst du herausfinden, ob dein einsamer Hund einen Spielkameraden braucht oder einfach mehr Zeit mit dir verbringen möchte.
Die sozialen Bedürfnisse eines Hundes verstehen
Das Verhalten eines Hundes zu verstehen, kann dir viel darüber verraten, was er will und braucht. Hunde sind von Natur aus soziale Tiere, weil sie von in Gruppen lebenden Vorfahren abstammen. Während einige Hunde gut alleine zurechtkommen, genießen viele die Gesellschaft anderer, besonders wenn sie oft alleine gelassen werden.
Für unsere Hunde ist soziale Interaktion ein wichtiger Faktor für ihre emotionale Gesundheit. Wenn sie nicht genug davon bekommen, können sie sich langweilen. Wenn sich dein Hund langweilt, kann das zu negativen Verhaltensweisen wie Bellen, Unruhe oder destruktivem Verhalten führen.
Anzeichen dafür, dass dein Hund einsam sein könnte
Bei Hunden kann sich Einsamkeit auf viele Arten zeigen. Wenn du denkst, dass dein Hund einsam sein könnte, solltest du auf folgende Anzeichen achten:
- Erhöhte Anhänglichkeit oder Aufmerksamkeitssuche
- Zerstörerisches Verhalten, wenn er allein gelassen wird, wie z. B. Kauen, Graben oder übermäßiges Bellen
- Unruhiges Verhalten wie Unruhe oder Herumlaufen
- Übermäßiges Schlafen oder Lethargie
- Verlust des Interesses an Spielzeug oder Aktivitäten, die er normalerweise gerne macht
Wenn dein Hund eines dieser Anzeichen zeigt, solltest du ihn zum Tierarzt bringen, um ihn untersuchen zu lassen. So kannst du medizinische Ursachen für die Verhaltensänderungen ausschließen.

Anzeichen dafür, dass sie die Gesellschaft anderer Hunde genießen
Wenn du darüber nachdenkst, einen weiteren Hund zu adoptieren, ist es wichtig zu wissen, ob dein jetziger Vierbeiner die Gesellschaft anderer Hunde genießt. Einige dieser Anzeichen sind:
- Positives Spielen mit anderen Hunden, denen sie begegnen
- Das Aufsuchen anderer Hunde und die Verwendung einer „positiven”, entspannten Körpersprache in ihrer Nähe, z. B. sanfte Augen und eine lockere/wackelige Körperhaltung
- Bereitschaft, Gegenstände zu teilen
- Zeichen, dass sie nach dem Ende eines Spieltreffens etwas „niedergeschlagen” sind, anstatt danach entspannt zu sein
Vorteile eines Hundegefährten
Wenn du festgestellt hast, dass dein Hund einsam ist und einen Gefährten braucht, kann ein weiterer pelziger Freund eine Reihe von Vorteilen bieten, die sich positiv auf das Verhalten und das Wohlbefinden deines Hundes auswirken. Zu diesen Vorteilen können gehören:
- Ständige Gesellschaft und Spielmöglichkeiten, wann immer sie gebraucht werden
- Gesellschaft, wenn sie von Menschen allein zu Hause gelassen werden
- Mehr Möglichkeiten, ihre sozialen Fähigkeiten und ihr Selbstvertrauen zu verbessern
- Mentale Stimulation durch Interaktion
- Verbessertes emotionales Wohlbefinden
- Hat dein jetziger Hund kein Problem damit, Dinge zu teilen?
- Hat er schon mal positive Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht?
- Hat er während seiner Sozialisierungsphase gute Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht?
- Wie geht er mit fremden Hunden um, wenn er unterwegs ist?
- Wie geht er mit Hunden um, die zu Besuch kommen?
- Wie geht er mit Veränderungen um?

Dinge, die du vor der Anschaffung eines weiteren Hundes beachten solltest
Lebensstil und Umgebung
Bevor du einen Hund anschaffst, um deinem Welpen einen Spielkameraden zu geben, solltest du überlegen, ob dein Lebensstil und deine Umgebung einen weiteren Hund zulassen. Es ist wichtig zu prüfen, ob du genug Platz hast, damit zwei Hunde bequem leben können und jeder Hund bei Bedarf seinen eigenen Platz hat.
Denk auch an die zusätzlichen Kosten und die Verpflichtung, die ein weiterer Hund mit sich bringt. Stell sicher, dass du beiden Hunden die gleiche Aufmerksamkeit schenken kannst, sei es bei der Fellpflege, der tierärztlichen Versorgung, beim Training oder beim Zusammensein. Wenn du bereit bist, einen weiteren Hund in deine Familie aufzunehmen, stell sicher, dass du vollständig darauf vorbereitet bist, seine Bedürfnisse zu erfüllen und ihm ein komfortables neues Zuhause zu bieten.
Verträglichkeit
Jeder Hund ist anders! Wähle den Begleiter für deinen Hund also mit Bedacht aus. Berücksichtige das Alter, das Energieniveau und das Temperament deines derzeitigen Hundes und hole dir einen Hund mit einer komplementären Persönlichkeit ins Haus.
Überleg dir, wie dein jetziger Hund mit bestimmten Situationen umgeht, z. B. beim Spielen, und überleg dir, welche Art von Hund zu ihm passen würde. Ein ruhiger und wenig energiegeladener Hund könnte beispielsweise Schwierigkeiten haben, sich mit einem lebhafteren und energiegeladeneren Spielkameraden zu verstehen. Wenn dein Hund anderen Hunden gegenüber eher zurückhaltend ist, könnte es sein, dass er die Gesellschaft von Menschen bevorzugt.
Emotionale Bereitschaft
Überleg dir, ob du emotional bereit bist, die Verantwortung für einen zweiten Hund zu übernehmen. Ein neuer Hund benötigt genauso viel Aufmerksamkeit, Liebe und Fürsorge wie dein jetziger Vierbeiner. Gleichzeitig musst du sicherstellen, dass beide Hunde genügend Raum, Zeit und individuelle Zuwendung bekommen. Nur so können sie glücklich, ausgeglichen und harmonisch zusammenleben.

Wie man Hunde miteinander bekannt macht
Wie kann man Hunde zusammenführen?
- Der erste Eindruck zählt – Stell die Hunde auf neutralem Boden vor, halte beide an der Leine und lass sie sich gegenseitig beobachten. Ein gemeinsamer Spaziergang hilft ihnen, Zeit in unmittelbarer Nähe zu verbringen, ohne zu Interaktionen gezwungen zu sein.
- Verwende Leckerlis als positive Verstärkung, um angemessenes Verhalten, wie z. B. entspannten Augenkontakt, zu belohnen. Es ist wichtig, ihre Körpersprache auf Anzeichen von Stress zu beobachten, wie z. B. anhaltendes Starren oder Knurren. Gehen Sie langsam vor, bleiben Sie ruhig und lenken Sie gegebenenfalls die Aufmerksamkeit der Hunde auf etwas anderes und vergrößern Sie den Abstand zwischen ihnen.
- Ihren neuen Hund nach Hause bringen – Achten Sie darauf, dass keine Spielsachen oder Futter im Haus liegen, wenn Sie beide Hunde zum ersten Mal nach Hause bringen. Geben Sie jedem Hund zunächst seinen eigenen Platz und stellen Sie separate Betten, Näpfe und Spielsachen bereit.
- Beobachten Sie ihre Interaktionen in den ersten Wochen genau und achten Sie auf Anzeichen für Probleme in ihrer Körpersprache. Wenn du deine Hunde zu Hause miteinander bekannt machst, belohne ruhige, freundliche Interaktionen zwischen ihnen mit positiver Verstärkung.
- Verwende ADAPTIL Calm – Um deinem Hund zu helfen, sich in seinem neuen Zuhause wohler zu fühlen, solltest du die Verwendung von ADAPTIL Calm in Betracht ziehen. Der Diffusor setzt beruhigende Pheromone frei, die während der ersten Begegnungen und beim Einleben in ein neues Zuhause ein Gefühl der Sicherheit und Entspannung fördern.
- Schließ den ADAPTIL Calm Verdampfer einfach ein paar Tage vor der Ankunft deines neuen Hundes an, um eine entspannende Umgebung für beide Hunde zu schaffen. Wenn du deinen neuen Hund nach Hause fährst, kann das Sprühen von ADAPTIL Transport Spray auf das Auto oder das Bettzeug ebenfalls dazu beitragen, dass er sich während der Fahrt ruhiger fühlt.
Andere Möglichkeiten, deinem Hund Gesellschaft zu leisten
Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Hund bereit ist, einen Vollzeit-Spielkameraden zu Hause zu haben, oder wenn du aus anderen Gründen zögerst, ein weiteres Haustier in die Familie aufzunehmen, gibt es andere Möglichkeiten, deinem Hund Gesellschaft zu leisten.
Du kannst:
- Spieltermine mit Hundefreunden und deinen Freunden mit Hunden vereinbaren
- Hundetreff-Apps oder -Gruppen nutzen, um passende Spielkameraden für deinen Hund zu finden
- eine Hundetagesstätte buchen, wenn du deinen Hund allein zu Hause lassen musst, oder einen Hundespaziergänger, Freund oder Nachbarn finden, der etwas Zeit mit deinem Hund verbringen und mit ihm Gassi gehen kann
- an Hundekursen teilnehmen, z. B. Gehorsamkeitstraining, Agility und Flyball
- Ihm mehr Zeit mit dir geben. Auch Menschen zählen als soziale Interaktion!
Weitere Tipps, wie du deinen Hund unterstützen kannst, findest du in ADAPTIL-Artikeln online. Und vergiss nicht, dich für unseren Newsletter anzumelden, um über alle Neuigkeiten auf dem Laufenden zu bleiben!
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