Warum schläft mein Hund so viel?

Geschrieben von ADAPTIL Expert, Veröffentlicht auf September 06, 2021

“Schlafende Hunde soll man nicht wecken” existiert als Sprichwort nicht ohne Grund und auch der Begriff “hundemüde” kommt nicht von ungefähr.

Unsere Vierbeiner haben ein hohes Schlafbedürfnis. Zwischen 12 und 18 Stunden beträgt es und kann bei jungen und alten sowie kranken Hunden noch höher sein. Dabei wird nicht die ganze Zeit im Tiefschlaf verbracht. Etwa ein Drittel der Zeit wird richtig geschlummert, ansonsten wird gedöst. 

Komplett ausgepowert?

Es gibt sie natürlich - die Energiebündel. Und viele Hunde bekommen schon als Welpen ein ordentliches Programm aufgebrummt mit Hundeschule, Agility und vielen anderen Aktivitäten - kennen es also gar nicht anders. Gerade die sehr aktiven Rassen lassen dabei manchmal vermuten, für sie gelte das Ruhebedürfnis nicht. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Hohe Aktivität und viel Bewegung klingt an sich zwar erstmal super gut, um den Hund auszupowern, produziert jedoch jede Menge Adrenalin, was bei sowieso schon sehr aktiven und hibbeligen Hunden im schlechtesten Falle zu einer Stressspirale führt, die ein Stück weit mit einem Burn-out bei uns Menschen vergleichbar ist. Es kann also auch sein, dass dein Hund Entspannung erst lernen muss.

Auch bei Welpen sollte man tunlichst darauf achten, dass sie genug schlafen, damit sie alle neuen Eindrücke verarbeiten können. Nicht zuletzt kommt das auch euch und eurer Beziehung zugute, denn nur so kann Gelerntes abgespeichertes werden.

Die Auswirkungen von zu wenig Schlaf

Tatsächlich zeigt sich beim Hund ein ganz ähnliches Bild bei Schlafmangel wie bei uns. Wir sind gereizt, nervös, unter Umständen überdreht und hyperaktiv. Und nicht zuletzt kann andauernder Schlafmangel auch krank machen, denn bei Dauerstress sinkt die Kraft des Immunsystems.

Hund schläft viel zuhause

Warum schläft mein Hund so viel? Zu viel?

Wie schon erwähnt haben unsere Vierbeiner ein hohes Schlafbedürfnis und 12 bis 18 Stunden zu schlafen ist für sie nicht ungewöhnlich. Auch wenn die meisten Hunde viel und gerne ruhen und schlafen, sollte man seinen Vierbeiner genau im Auge behalten. Ist er plötzlich auffällig oft schlapp und müde und schläft noch mehr als sonst, kann dies ein Anzeichen für ein gesundheitliches Problem sein und ihr solltet euren Tierarzt konsultieren. 

Unterstütze deinen Hund!

Damit du einen möglichst ausgeglichen und ausgeruhten Vierbeiner hast, kannst du einiges tun:

Wie man sich bettet...

Der Schlafplatz hat - wie bei uns auch - einen großen Einfluss auf die Schlafqualität. Beim Hundebett selbst kommt es eher auf die Vorlieben und körperlichen Bedürfnisse an, beim Ort gibt es allerdings einiges, was für alle gilt:

Wichtig ist, dass dein Hund sich zum Schlafen an einen Ort zurückziehen kann, wo genug Ruhe herrscht. “Der schläft schon, wenn er müde wird” mag zwar irgendwie gelten, wenn man völlig fertig ist, aber erholsam ist das dann eher nicht. Auch in der Nähe von Türen oder mitten im Raum sollte der Ruheplatz nicht sein, da sich viele Hunde dann dauernd genötigt sehen, das Zuhause zu bewachen. Es gibt natürlich auch super entspannte Hunde, denen das alles völlig egal ist, und die sich einfach irgendwo hinlegen und schlafen, aber das sind die wenigsten. Außerdem ist ein eigener Platz als Rückzugsort immer gut.

Wie sieht also der ideale Platz aus?

Entspannte Hunde mögen in der Regel einen Platz mit dem Rücken zur Wand in der Nähe ihrer Familie, bei dem sie aber trotzdem ein wenig abgeschirmt von Störungen sind. (Vor allem in Familien mit kleinen Kindern ist dies wichtig.) Der Platz sollte nicht direkt an einer Heizung sein und vor Zugluft und direkter Sonne geschützt sein. Auch genug Raum zum Ausstrecken muss vorhanden sein.

Bei etwas nervöseren Hunden kann eine Schlafhöhle oder Box sehr hilfreich sein, in die der Vierbeiner sich ungestört zurückziehen kann. Vielen Hunden hilft es tatsächlich sehr, einen begrenzten, reizarmen Raum zu haben, um nicht ständig unter Strom zu stehen. Auch hilft euch das, falls ihr mal in den Urlaub fahrt: Die Box kann dann einfach mitgenommen werden. Bei nervösen Hunden sollte der Standort besondere Beachtung finden. Lässt sich der Hund sehr leicht von äußeren Reizen (Fernseher o.ä.) ablenken, sollte der Standort so gewählt werden, dass diese minimiert werden. 

Hund schläft viel in Hundebox

Ruhephasen und Ruheplatz in den Alltag integrieren

Wie bereits angedeutet sollte dein Hund ausreichend Zeit zum Relaxen haben und auch entspannen will gelernt sein. Für die tägliche Auslastung bietet es sich an, sich auf Aktivitäten zu konzentrieren, die der Vierbeiner wirklich gerne macht und nicht jeden Spaziergang mit viel Training zu kombinieren, sondern auch ganz entspannte Spaziergänge zu integrieren, bei denen man sich am Tempo des Hundes orientiert. 

Auch Rituale können deinem Hund sehr helfen. So wie wir mit einem guten Buch in der Badewanne rumliegen, um zu entspannen, kann man auch den Hund unterstützen, in seinem Ruhebereich zu entspannen. Das kann anfangs auch ein wenig dauern, denn - auch das kennen wir von uns selbst: Wenn man wochen- oder monatelang unter Strom gestanden hat, ist es entsprechend nicht ganz so einfach, von diesem Stresslevel wieder herunterzukommen. 

Wichtig ist deshalb im Hinblick auf den Ruheplatz auch noch folgendes: 

  • Dieser sollte ausschließlich positiv verknüpft sein. Schicke deinen Hund also niemals zur Strafe dorthin. 
  • Ist der Hund ein Spielzeugjunkie und dreht dann richtig hoch? Auch diese Aktivität solltet ihr vom Ruheplatz fernhalten. Besser ist dahingehend beispielsweise eine Schleckmatte. (Schlecken nutzen Hunde auch, um sich selbst zu beruhigen.)
  • Störungen sind tabu! Das ist vor allem in Haushalten mit Kindern wichtig. Hat sich der Hund in seinen Ruhebereich gegeben, darf er dort auch ungestört bleiben. Streicheln, Spielen und Co sind erst wieder erlaubt, wenn er seine Ruhezeit beendet hat. 

🐶 Unterstützen kannst du deinen Hund parallel mit unserem ADAPTIL Calm Verdampfer. Er vermittelt deinem Hund ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit, welche er schon durch seine Hundemama kennengelernt hat. Das wiederum hilft vor allem nervöseren Hunden zu entspannen. 

So viele Infos zum Thema Schlaf haben dich müde gemacht? Dann halte doch mit deinem Vierbeiner ein kleines Entspannungsschläfchen. 😉


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