Mein Hund ist unruhig – Was kann ich tun?

Geschrieben von Elena Garcia, Veröffentlicht auf October 17, 2022

Einen unruhigen Hund zur Ruhe zu bringen, mag wie eine unmögliche Aufgabe erscheinen, ist es aber nicht. Alles, was du brauchst, ist Wissen, Hingabe und Geduld. Lass uns den Prozess Schritt für Schritt skizzieren.  

Schritt 1: Bewertung

unruhiger Hund

Bewerte die Nervosität deines Hundes auf einer Skala von 0 bis 10, wobei 0 für den ruhigsten Hund der Welt steht und 10 für einen, der nicht stillsitzen kann. 

Lass uns nun einige Aspekte bewerten: 

Kauen: 

  • Dein Hund hat keine Gegenstände zum Kauen und Knabbern zur Verfügung 
  • Etwa einmal pro Woche hat dein Hund Zugang zu Gegenständen, die er zerreißen kann
  • Dein Hund hat immer etwas zur Verfügung, worauf er kauen und was er zerreißen kann

 Spaziergänge:  

  • Dein Hund wird täglich weniger als eine Stunde ausgeführt
  • Dein Hund wird täglich mindestens eine Stunde an der Leine oder in der Natur ausgeführt
  • Dein Hund wird täglich mindestens eine Stunde an der Leine oder in der freien Natur ausgeführt und hat dabei auch Kontakt zu anderen Hunden

Futter: 

  • Dein Hund ist immer hungrig und du musst die Futterportionen reduzieren
  • Dein Hund ist oft hungrig, aber du verlängerst die Fütterungszeit und es scheint zu helfen
  • Du verlängerst die Fütterungszeit und obwohl dein Hund mehr fressen würde, verbringt er nicht den ganzen Tag damit, nach Futter zu suchen und zu betteln

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Wenn du dich für rote oder gelbe Optionen entschieden hast, versuche, diese nach Möglichkeit in grüne zu verwandeln. Das wird deinem unruhigen Hund helfen, sich zu entspannen. 

Sobald deine Bewertung abgeschlossen ist und du weißt, wo sich dein Hund gerade befindet, kannst du anfangen, ihm zu helfen. 

Mann und Hund high fiveSchritt 2: Entspannungsübungen und erste Regeln

Übe die Entspannungsübung dreimal täglich fünf Minuten lang und denke immer daran, ein Handzeichen zu geben, bevor du beginnst. Mache die Übung anfangs in geschlossenen Räumen und in ruhigen Momenten - nicht immer nur, wenn dein Hund unruhig ist.

  • Sage "Braver Junge/Mädchen", um deinen Hund verbal zu belohnen, wenn er ruhig ist. 

Das mag zunächst kontraproduktiv erscheinen, denn wenn man mit dem Hund spricht, wird er oft wieder aktiv und man hat das Gefühl, dass sich sein Verhalten nie bessern wird. In diesem Fall spielt Geduld eine wichtige Rolle. Versuche, leise zu sprechen, um ihn nicht zu reizen. Wenn dein Hund wieder aktiv wird, mache dir keine Sorgen - wenn du mit dieser Praxis fortfährst, wird er mit der Zeit aufhören.

  • Versuche, deinem Hund keine Aufmerksamkeit zu schenken, wenn er ängstlich ist. 

Es ist wichtig, dass dein Hund sieht, dass du für ihn da bist, aber ihn nicht ständig zurechtweist oder versuchst, ihn zu beruhigen.   

Stelle dir zum Beispiel vor, du hast eine Freundin zu Besuch, die nicht sehr tierlieb ist und dein Hund hört nicht auf, ihr Spielzeug zu bringen, zu bellen und nach ihr zu schnappen, um es zu werfen. Du könntest deinen Hund zurechtweisen, versuchen, ihn zu beruhigen oder ihn bitten, sich an deine Seite zu setzen. Du könntest deinem Hund auch etwas zum Kauen geben oder ihn mit einem Spielzeug, das Futter spendet, beschäftigen. Das Verhalten deines Hundes hängt davon ab, wie du dich verhältst. Forderst du ihn auf, bei dir zu bleiben und ihn zu streicheln oder ihm etwas Nettes zu tun geben, wird er sich gut benehmen und verstehen, wie du von ihm verlangst. 

Erfüllt dein Hund die folgenden Kriterien, kannst du zu Schritt 3 übergehen: 

  • Er ist nicht mehr unruhig ist, wenn du ihn für sein ruhiges Verhalten lobst. 
  • Er beruhigt sich schnell, wenn er seine Decke sieht, auf der er sich ausruhen kann, oder wenn du das Signal für die Beruhigungsübung gibst. 

Schritt 3: Verbesserung

Üben mit deinem Hund weiterhin die Entspannungsübungen, aber diesmal im Wechsel mit Aktivitäten, die deinen Hund unruhig oder aufgeregt machen, wie Spielen oder Klingeln an der Haustür. 

Beginne damit, ihn zu belohnen, wenn er sich in einer Umgebung ruhig verhält, die anregender ist als dein Zuhause, z. B. bei einem Spaziergang in einer städtischen Gegend, beim Tierarzt oder bei einem Freund. 

Du kannst zu Schritt 4 übergehen, wenn sich dein Hund bei der Entspannungsübung nach einer Phase der Aktivität schnell beruhigt.

Shiba Inu auf Teppich

Schritt 4: Inszenierung

Übe die Entspannungsübung außerhalb des Hauses, in Situationen, die deinen Hund unruhig machen, wie z. B. beim Spielen mit anderen Hunden oder wenn er visuellen Reizen ausgesetzt ist, die ihn erregen.  

Achtung: Versuche niemals, mit der Entspannungsübung die Aufmerksamkeit deines Hundes von anderen Reizen abzulenken. Dies würde die Arbeit, die du geleistet hast, zunichtemachen. Denke immer daran, die Übung immer erst durchzuführen, NACHDEM die Reize, die seine Erregung auslösen, verschwunden sind oder sobald du den Bereich verlassen hast. 

Denke auch dran: Auch wenn dein Hund weiß, wie er sich entspannen und ruhig bleiben kann, solltest du NIEMALS aufhören, ihn verbal zu belohnen, wenn er ruhig und entspannt bleibt. 

ruhiger Hund auf Couch


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