Hund eifersüchtig auf Baby - So bekommst du den Neid in den Griff!

Geschrieben von ADAPTIL Expert, Veröffentlicht auf February 20, 2023

Hund eifersüchtig auf Baby - So bekommst du den Neid in den Griff!

Hund eifersüchtig auf Baby - So bekommst du den Neid in den Griff!

Bei Menschen kennen wir sie doch alle: Eifersucht wird als "Unsicherheit, Angst oder Besorgnis über einen Mangel an Besitz oder Sicherheit" beschrieben. Aber können Hunde eifersüchtig sein?

Zumindest wissen wir, dass sie sich unsicher fühlen können. Vielleicht kann man also bei solch großen Veränderungen, wie Familienzuwachs, eher von Verunsicherung als von Eifersucht sprechen. 

Amalia Bastos von der University of Auckland in Neuseeland hat in ihrer Forschungsarbeit jedoch herausgefunden, dass "Hunde eifersüchtiges Verhalten zeigen, wenn ihr menschlicher Begleiter mit einem potenziellen Rivalen interagiert". 

In anderen Studien kam man zu dem Schluss, dass Hunde eine der wenigen Spezies sind, die eifersüchtige Verhaltensweisen zeigen. Ähnlich wie bei einem menschlichen Kind. 

Viele Hunde sind ängstlich oder unsicher, wenn sich ihre tägliche Routine oder ihr Lebensstil ändert. Deshalb ist es wichtig, solche Anzeichen zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, um dem Vierbeiner zu versichern, dass alles in Ordnung ist. Ein ADAPTIL Calm Verdampfer ist dabei die perfekte Unterstützung. Seine ausgeklügelte Pheromonkomposition gibt Hunden jeden Alters ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Das hilft der Fellnase, sich in allen herausfordernden Situationen wohlzufühlen und zu entspannen. 

Hilf deinem Hund, Veränderungen und die Ankunft eines neuen Babys zu akzeptieren: 

Hund eifersüchtig auf BabyVorbereitung 

  • Führe schrittweise Babygeräusche und -gerüche ein, bevor dein neues Baby kommt. Richte das Babyzimmer rechtzeitig ein. Dazu gehören das neue Bettchen, Spielzeug und alle Produkte, die du verwendest. Lass deinen Hund daran schnuppern, damit er die neuen Gerüche kennenlernt. Ihr könnt auch Musik spielen und quietschende Spielzeuge verwenden, damit er weiß, was ihn erwartet. Versuche, deinen Hund nicht zu überfordern, sondern führe jeden Gegenstand langsam ein und lass ihn immer selbst entscheiden, ob er sich damit beschäftigt oder nicht.
  • Achte darauf, dass sein eigenes Bett oder ein sicherer Platz nicht in der Nähe des neuen Babys liegt. So kann er sich immer dorthin zurückziehen, wenn er möchte. Vergiss nicht, ihn zu belohnen, wenn er sich ruhig verhält und gut mit der neuen Situation zurechtkommt.
  • Bevor dein Baby nach Hause kommt, solltest du deinen Vierbeiner daran gewöhnen, dass er bestimmte Räume nicht betreten darf. Auf diese Weise verbindet er den fehlenden Zugang nicht mit dem neuen Baby.
  • Wichtig ist auch, dass die Routine deines Hundes so weit wie möglich beibehalten wird. Dazu gehören die Mahlzeiten, die Spaziergänge und die gemeinsame Zeit, die ihr miteinander verbringt. Mit der Ankunft eines neuen Babys sind unweigerlich Anpassungen erforderlich. Versuche, diese schrittweise einzuführen, um auch deinem Hund die Eingewöhnungszeit zu erleichtern.
  • Auch das Training deines Hundes ist wichtig: Er sollte sich gut zurückrufen lassen und auf die Aufforderungen "Sitz", "Platz" oder "Bleib" reagieren. So kannst du die Situation auch bei neuen Ablenkungen sicher kontrollieren.
  • Bereite deinen Hund darauf vor, dass mehr Besucher zu dir nach Hause kommen (z. B. Freunde, Familie, medizinisches Personal) und versuche, den Stress für ihn so gering wie möglich zu halten.
  • Wenn dein Baby außer Haus geboren wird, gib deinem Hund ein Tuch oder eine Decke, die vor deiner Rückkehr in der Nähe deines Babys war. So kann dein Hund diesen neuen Gegenstand erkunden und sich an seinen Geruch gewöhnen.
  • Gewöhne ihn schon vor der Geburt daran, neben einem Kinderwagen zu laufen. Dann ist das keine völlig neue Erfahrung, wenn das Baby kommt.
  • Wenn sich dein Zeitplan für das Gassigehen mit dem Hund ändern wird, versuche, diese Änderungen im Voraus Stunde für Stunde vorzunehmen.
  • Gewöhne deine Fellnase an neue Regeln im Haus. Wie z. B., dass sie nicht mehr zu allen Räumen im Haus Zugang hat. Darunter fällt dann auch das eben besprochene Babyzimmer.
Hund eifersüchtig auf Baby - So bekommst du den Neid in den Griff!

Anzeichen von Eifersucht

In früheren Untersuchungen gaben 80 % der Befragten an, dass ihre Tiere eifersüchtiges Verhalten zeigen (z. B. Bellen und an der Leine ziehen), wenn die Hundehalter anderen Hunden Aufmerksamkeit schenken.

Achte auf die folgenden Anzeichen, dass dein Hund eifersüchtig auf dein neues Baby sein könnte: 

  • Hat dein Hund begonnen, Toilettenunfälle im Haus zu haben?
  • Zeigt er Anzeichen von Nervosität, Stress oder Ängsten?
  • Sucht er nach zusätzlicher Aufmerksamkeit von dir - mehr als er es normalerweise tun würde?
  • Knurrt er oder zeigt er Aggressionen gegenüber anderen Haustieren oder sogar, wenn du dich um das Baby kümmerst?
  • Versteckt er sich häufiger als sonst?

Wenn du Veränderungen in der Körpersprache erkennst, kannst du geeignete Maßnahmen ergreifen, um deinem Haustier zu helfen, in der Situation weniger Stress zu empfinden.  

Hund eifersüchtig auf Baby9 Tipps, damit dein Hund dein neues Baby akzeptiert 

Seinen Hund auf die bevorstehenden Veränderungen im Zuhause und im Lebensstil vorzubereiten, ist ein fortlaufender Prozess. Schließlich ändert sich der Alltag mit dem heranwachsenden Menschen stetig weiter.

  1. Fang ganz am Anfang an und mach ein bisschen Aufhebens um deinen Hund, wenn du mit dem Familienzuwachs nach Hause kommst. Damit dein Vierbeiner nicht das Gefühl hat, dass er keine Aufmerksamkeit mehr bekommt.
  2. Versuche, die erste Begegnung mit deinem Hund ruhig und positiv zu gestalten. Wähle einen ruhigen Raum, führe deinen Hund an einer lockeren Leine und gib ihm ein paar Leckerlis.
  3. Belohne deinen Hund, wenn er sich deinem neuen Baby vorsichtig nähert, um es zu beschnuppern. Er muss anfangs nicht sehr nah herankommen und du kannst jede Interaktion mit einer Ablenkung, z. B. einem Lieblingsspielzeug, unterbrechen, wenn du besorgt bist oder dich unwohl fühlst.
  4. Achte darauf, dass deine Fellnase ihren sicheren Platz (wie Bett oder Box) jederzeit aufsuchen kann, wenn sie das Bedürfnis danach hat.
  5. Wenn du deinem Baby die Aufmerksamkeit schenkst, die es braucht, z. B. beim Säugen, gib deinem Hund ein Lieblingsspielzeug. Mit dem kann er dann spielen, während du beschäftigt bist. Belohne ihn immer für gutes Verhalten. Zum Beispiel mit Streicheleinheiten, Lob oder Leckerlis.
  6. Beziehe dein Baby mit ein, wenn du mit deinem Hund spazieren gehst, aber binde die Leine nicht am Buggy fest - das könnte sehr gefährlich sein, wenn dein Hund plötzlich beschließt, loszurennen.
  7. Zwinge deinen Hund nicht, mit deinem Baby zu interagieren - lass deinen Hund in Ruhe auf das Baby zugehen.
  8. Lasse deinen Hund und dein Baby nicht unbeaufsichtigt zusammen.
  9. Versuche, die Bindung zwischen dir und deinem Hund aufrechtzuerhalten, die du bereits aufgebaut hast. Das kann Spielen, Training, Fellpflege oder einfach nur das ruhige Zusammensitzen und Entspannen sein.

Bestrafe deinen Hund niemals für ungewöhnliches oder schlechtes Verhalten. Machst du dir weitere Sorgen, wie dein Hund auf dein neues Baby reagieren wird (oder wie es werden könnte, wenn dein neues Baby zu Hause ankommt)? Dann findest du sicher einen qualifizierten Verhaltensexperten, der dir dabei helfen kann, dieses neue Kapitel in eurem Leben aufzuschlagen. Hund eifersüchtig auf Baby


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