Hilfe, mein Hund hat Angst vor anderen Hunden!

Geschrieben von ADAPTIL Expert, Veröffentlicht auf October 18, 2021

Hilfe, mein Hund hat Angst vor anderen Hunden!

Hilfe, mein Hund hat Angst vor anderen Hunden!

Ab und an kommt es vor, dass Hunde unsicher beziehungsweise regelrecht ängstlich auf Artgenossen reagieren. Frauke Loup von der Hundeakademie Perdita Lübbe erklärt, woher die Angst vor Artgenossen kommt und wie du deinem Hund helfen kannst, seine Angst abzulegen. 

Darum hat dein Hund Angst vor anderen Hunden

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb das der Fall sein kann.  

Beispiele hierfür sind: 

  • Der Hund hat in den ersten Lebensmonaten wenig Erfahrungen mit anderen Hunden sammeln können. 
  • Er hat womöglich schlechte Erfahrungen gemacht, indem er beispielsweise von anderen Hunden stark bedrängt, gehetzt oder sogar verletzt wurde. 
  • Der Besitzer ist bei Hundebegegnungen sehr aufgeregt und überträgt die eigene Unsicherheit auf seinen Hund. 
  • Ein Stück weit ist es eine Frage des Charakters, wie Hunde auf Artgenossen reagieren: Manche sind aufgeschlossen oder gar forsch, manche sind zurückhaltend und vorsichtig – die Bandbreite ist groß. 

Das kannst du tun, wenn dein Hund Angst vor anderen Hunden hat 

Was kann man als Hundehalter tun, damit keine übermäßige Unsicherheit entsteht bzw. wie kann der eigene Hund unterstützt werden, wenn er bereits Unsicherheiten zeigt? 

1) Souverän auftreten 

Entscheidend ist, dass man selbst souverän und sicher auftritt. Hierzu gehört, gute Entscheidungen zu treffen, wohlwollend zu agieren und dem Hund zu vermitteln, dass man sein Verhalten deuten kann. Die eigene Stimmung spielt eine große Rolle, denn Hunde erkennen schnell, wie wir uns fühlen. Sie merken, wenn wir nervös werden, aber spüren auch, wenn wir guter Dinge sind. In Hundebegegnungen kann man sich dies zunutze machen und andere Halter besonders freundlich grüßen. Das überträgt sich ein Stück weit auf den eigenen Hund.

2) Sozialisation im Welpenalter 

Hunde sollten bereits im Welpenalter an Artgenossen herangeführt werden. Der Besuch einer gut geführten und beaufsichtigten Welpenstunde gibt dem jungen Hund die Möglichkeit, sich im Sozialverhalten zu üben. 

Wichtig ist, dass die Hunde vom Alter, von der Größe und der mentalen Stabilität her gesehen zusammenpassen. 10 Wochen alte Welpen müssen nicht mit 6 Monate alten Junghunden, die oftmals körperlicher und wilder sind, zusammengeführt werden. Bei einer Welpenstunde sollten Trainer vor Ort sein, die bei Bedarf eingreifen und die nicht alles laufen lassen nach dem Motto „die machen das untereinander aus“. 

3) Kontakt zu älteren Hunden  

Junge Hunde sollten darüber hinaus außerdem ab und an zu ausgewählten erwachsenen Hunden Kontakt haben können. Gelassene, ausgeglichene Hundetypen sind ideal, von deren Erfahrungsschatz die Jüngeren profitieren können. Für einen unsicheren Typ gelten ähnliche Kriterien, vor allem zählt auch hier, dass die Sozialkontakte mit Sinn und Verstand ausgewählt werden sollten. Qualität ist besser als Quantität. Es ist sinnvoller, wenn ein Hund ab und an mit einzelnen Artgenossen in Kontakt kommt, anstatt auf den Gassirunden auf möglichst viele Hunde zu treffen und sich dabei unter Umständen höchst unwohl zu fühlen.

Hund hat Angst vor anderen Hunden

4) Hund führen 

Entscheidend ist insbesondere bei Begegnungen die Führung durch den Menschen. Einige Hundehalter lassen stetig ihren Hund vorneweg gehen. Wer sich dann in der Zuständigkeit fühlt, das ist der Hund. Diese Rolle auszuüben, das ist allerdings für viele Vierbeiner sehr anstrengend. Stattdessen empfiehlt es sich, den eigenen Hund in Hundebegegnungen beim Vorbeigehen auf die abgewandte Seite zu nehmen oder ihn hinter sich zu halten, wenn man sich mit einem anderen Hundehalter unterhält. Keinesfalls sollte der Hund an der Leine von Artgenossen bedrängt werden, da er keine Ausweichmöglichkeit hat, wenn seine Individualdistanz unterschritten wird. 

5) ADAPTIL hilft bei Angst vor anderen Hunden  

Bei Hunden, die sehr vorsichtig und schnell zu verunsichern sind, ist es ratsam, dass ADAPTIL Calm Halsband einzusetzen und zu Hause den ADAPTIL Calm Verdampfer zu verwenden. Beides verstärkt zusätzlich das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Hierdurch kann der Hund wiederum noch besser lernen und ist in stressigen Situationen aufnahmefähiger. 

6) Hund beschützen 

Kommt ein freilaufender Hund entgegen, dann ist es die Aufgabe des Halters, den eigenen Hund zu schützen. Hierzu muss er vorne stehen und den fremden Hund, wenn möglich, körpersprachlich und stimmlich wegschicken.

7) Keinen Kontakt erzwingen

Keinesfalls sollte ein Hund, wenn er sich offensichtlich unwohl fühlt, in eine Begegnung mit einem „los, lauf, spiel doch mal“ und einer ausladenden Armbewegung geschickt werden. Dadurch wird der Hund womöglich in unangenehme Situationen gebracht.  

Letztendlich bietet ein gefestigtes Vertrauensverhältnis die entscheidende Basis, um gemeinsam gut durch Ablenkungsreiche Begegnungen zu kommen. 


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